Häufige Fragen Gas

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu naturstrom biogas und dem Wechsel des Gasanbieters. Sollten Sie weitere Fragen haben, dann schreiben Sie uns an kundenservice(at)naturstrom.de oder rufen Sie unsere Service-Hotline an: 0211 77 900 - 100.

Warum ist es so wichtig, dass NATURSTROM neue Biogas-Anlagen fördert, plant und verwirklicht?
Nur wenn neue Biogas-Anlagen entstehen, die sich an ökologischen Kriterien orientieren, wird das Gasaufkommen aus konventioneller Erdgasförderung Schritt für Schritt zurückgehen. Gerade im Bereich Biogas, das bisher nur wenige Erzeuger in der von uns geforderten Qualität anbieten, ist eine Förderung neuer Anlagen wichtig.

Wie kann ich mir sicher sein, dass wirklich Biogas aus meiner Leitung kommt?

Für Sie als Endverbraucher/-in ist nicht erkennbar, ob Biogas oder konventionelles Erdgas aus Ihrer Leitung kommt, da das Gas aus dem Gasnetz ein Mix aus Erd- und Biogas ist und beide den gleichen Brennwert besitzen. Durch den Bezug von naturstrom biogas erhöhen Sie den Anteil an Biogas im bundesdeutschen Gasmix. Je mehr Personen es Ihnen nachtun, desto mehr Biogas wird ins Gasnetz eingespeist. Zudem sorgen Sie durch den Bezug von naturstrom biogas für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, da wir den Bau neuer Öko-Kraftwerke mit 0,1 Cent (netto) pro verbrauchter Kilowattstunde fördern.

Besitzt NATURSTROM eigene Biogas-Anlagen?
2009 hat NATURSTROM eine Biogasanlage in Hiltpoltstein übernommen und betreibt seit 2011 die Biogasanlage Hallerndorf. Dort wird der Einsatz von Zwischenfrüchten* erprobt. Ziel ist es, eigene Anlagen mit einem Standard über den gesetzlichen Anforderungen zu entwickeln und zu betreiben. In Deutschland wird bereits nach Alternativen geforscht, damit mittelfristig andere Pflanzen für die Biogaserzeugung eingesetzt werden können.

*Zwischenfrüchte sind Pflanzen wie Klee oder Grünroggen, die nicht als Nahrung angebaut werden, sondern ausschließlich der Regeneration des Bodens dienen.

Woher kommt naturstrom biogas?
Unser Biogas stammt aus einem Klärwerk in Hamburg und zwei Biogasanlagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Hamburg wird ein Teil des Klärgases in Strom und Wärme umgewandelt, der Rest auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist. So kann wertvolle Energie, die als Abwasser aus den Haushalten geflossen ist, als Biogas wieder dorthin zurückfließen. Genauso nachhaltig wird das Biogas auch in den beiden anderen Anlagen produziert, nämlich durch die Vergärung organischer Abfälle.

Wenn ich mich für naturstrom biogas 10 % entscheide – was ist mit den anderen 90 %?
Wenn Sie sich für dieses Angebot entscheiden, beliefern wir Sie mit einem Mix aus 10 % Biogas und 90% Erdgas. Das von uns gelieferte Erdgas wird über die Börse eingekauft, weshalb wir keinen Einfluss auf unsere Vorlieferanten haben. Daher kommt das von uns gelieferte Erdgas ebenso aus Russland, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland, wie dies auch bei konventionellen Gasversorgern der Fall ist. Bei unserem 100 %-Biogasangebot können wir Gasimporte ausschließen.

Ist Energie aus Biomasse zukunftsfähig?
Biogas ist ein wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft. Es ist wetterunabhängig und damit kontinuierlich verfügbar und lässt sich gut speichern. Bereits heute ist Biogas vielseitig einsetzbar: Es kann zur Stromerzeugung verwendet oder auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist werden. Beim Vergärungsprozess in einer Biogasanlage entsteht neben Biogas auch Wärme, die sich als saubere Energie z.B. für Nahwärmenetze nutzen lässt. 

Was ist das Ziel der CO2-Bepreisung?

  • Die CO2-Bepreisung ist Bestandteil des Klimaschutzprogramms 2030, das die Bundesregierung für das Erreichen der deutschen Klimaziele bis 2030 aufgesetzt hat.
  • Deutschland hat sich – im Rahmen der EU-Klimaziele – das Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen im Vergleich zu 1990 bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken.
  • Neu ist: In Deutschland erhalten die Klimaziele mit dem Klimaschutzprogramm 2030 Gesetzesstatus.
  • Mit den zusätzlichen staatlichen Einnahmen aus dem Klimaschutzprogramms sollen entweder Klimaschutzmaßnahmen finanziert oder die Bürger anderweitig entlastet werden. Die Einnahmen aus dem CO2-Preis werden zum Beispiel im ersten Schritt als Entlastung der Strompreise in das Absenken der EEG-Umlage investiert.
  • Weitere Hintergrundinfos finden Sie auf:https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/klimaschutz/klimaschutzprogramm-2030-1673578)


Was bedeutet die CO2-Bepreisung und wie funktioniert sie?

Wer fossile Brennstoffe in den Bereichen Gebäudewärme und Verkehr auf den Markt bringt und nutzt, verursacht klimaschädigende CO2-Emissionen. Dafür muss künftig der CO2-Preis bezahlt werden. Für betroffene Unternehmen bedeutet das erhöhte Kosten, die sie an die Verbraucher weitergeben müssen: z. B. über höhere Preise für Heizöl, Gas, Benzin und Diesel. Hinter der CO2-Bepreisung steckt ein klares Ziel: Klimafreundliche Produkte und Verhaltensweisen sollen finanziell attraktiver und klimaschädliche unattraktiver werden. Es soll sich also stärker lohnen, z. B. auf klimaschonende Technologien wie Wärmepumpen und Elektromobilität zu setzen, Energie zu sparen und erneuerbare Energie zu nutzen. Bei den Unternehmen wiederum soll ein größerer Anreiz entstehen, in umweltfreundliche Technologien zu investieren. Um die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht zu gefährden, werden jedoch auch Ausnahmeregelungen für besonders energieintensive Unternehmen diskutiert.


Wie hoch ist der CO2-Preis?

  • Der CO2-Preis liegt ab 2021 bei einem Festpreis von 25 Euro pro Tonne CO2. Bis zum Jahr 2025 steigt der Festpreis dann Jahr für Jahr auf bis zu 55 Euro an.
  • 2026 startet dann der Emissionshandel. Das heißt: Zertifikate werden in Auktionen zu einem Preis zwischen mindestens 55 Euro und höchstens 65 Euro pro Tonne CO2 versteigert. Der genaue Preis ist dann abhängig von der Nachfrage am Markt. Darüber hinaus ergeben sich durch die neuen Strukturen weitere Verwaltungskosten und Gebühren, die von den Unternehmen mit einkalkuliert werden müssen.


Was ändert sich für mich als Gaskunde im Tarif naturstrom biogas?

  • naturstrom biogas ist bereits ein überdurchschnittlich klimafreundliches Gasprodukt. Doch auch hier sind je nach Tarif Erdgasanteile beigemischt, für die wir auch bei NATURSTROM den CO2-Preis einkalkulieren müssen.  Bei unseren aktuellen Preisen im Tarifrechner haben wir den CO2-Preis bereits berücksichtigt.
  • So hoch ist der Erdgasanteil in unseren Tarifen:

naturstrom biogas 10 % = 90 % Erdgas + 10 % Biogas
naturstrom biogas 20 % = 80 % Erdgas + 20 % Biogas
naturstrom biogas 100 % = 0 % Erdgas, 100 % Biogas


Muss ich mit weiter steigenden Preisen auf naturstrom biogas durch den CO2-Preis rechnen?

  • Die CO2-Preise steigen bis 2025 um fast 100 %. Dies müssen wir prinzipiell auch im Gaspreis berücksichtigen. Bei unseren aktuellen Preisen im Tarifrechner haben wir den CO2-Preis bereits berücksichtigt.
  • Der Gaspreis hängt allerdings darüber hinaus auch von anderen Faktoren wie den Netznutzungsentgelten und dem Energiepreis ab, deren Entwicklung sich nicht gut voraussagen lassen. Diese Kosten können prinzipiell auch sinken.
  • NATURSTROM versucht seit jeher die Energiekosten durch frühzeitige Beschaffung für den Kunden möglichst gering zu halten. Ob sich der Endpreis zukünftig ändert, können wir daher nicht verbindlich sagen.


Alle Tarife von naturstrom biogas sind durch die CO2-Kompensation klimaneutral. Warum muss trotzdem ein CO2-Preis entrichtet werden? Doppelt sich das nicht?

  • Bereits vor der Einführung des CO2-Preises war es uns wichtig, die CO2-Emissionen auszugleichen, die durch den Anteil an beigemischten Erdgas- Anteil bei unseren Tarifen naturstrom biogas 10 % und naturstrom biogas 20 % entstehen.
  • CO2-Kompensation bzw. Klimaneutralität bedeutet, dass durch unsere Unterstützung von Klimaschutzprojekten weltweit die errechneten CO2-Emissionen an anderer Stelle eingespart werden. Damit ist die CO2-Bilanz unserer Biogas-Produkte global gesehen ausgeglichen.
  • Klimaneutral heißt jedoch nicht, dass die Emissionen nicht bereits entstanden sind. Zudem ist der CO2-Preis ein Hebel, um in Deutschland die CO2-Emissionen zu reduzieren. Hier zählt nicht, dass es an anderer Stelle der Welt ausgeglichen wird. Mit dem CO2-Preis soll der Ursprung – nämlich die Verwendung von Erdgas und die damit einhergehenden CO2-Emissionen – reduziert werden.


Sind auch die Ökostromprodukte von NATURSTROM von der CO2-Bepreisung betroffen?

Nein. Der CO2-Preis verteuert Benzin und Diesel sowie Heizöl und Erdgas. Allerdings bieten wir Ihnen bei NATURSTROM seit über 20 Jahren ausschließlich Ökostromprodukte an, die keine CO2-Emissionen verursachen. Für jede verbrauchte Kilowattstunde naturstrom fließt automatisch ein Cent in den Bau neuer Öko-Energieanlagen. Mit naturstrom entscheiden Sie sich für die Energiewende und höchste Ökostrom-Qualität.

Ist Biogas von NATURSTROM teurer als herkömmliches Gas?

Das hängt davon ab, welchen Biogas-Tarif Sie wählen. Unser Tarif mit 10% Biogasanteil ist in vielen Gebieten trotz höherer Qualität sogar günstiger als reine Erdgasprodukte des jeweiligen Grundversorgers. Reines Biogas ist aufgrund der höheren Produktionskosten hingegen noch teurer als konventionelles Erdgas.

Fallen bei einem Wechsel zu NATURSTROM zusätzliche Kosten an?
Nein. Bei einem Wechsel zu NATURSTROM fallen keinerlei zusätzliche Kosten an.

Gibt es ein Gas+Strom-Kundenpaket?
NATURSTROM kann derzeit aufgrund unterschiedlicher Abrechnungssysteme keinen Gas+Strom-Tarif anbieten.

Wie schnell werde ich naturstrom-Kunde, wenn ich das Vertragsformular unterschrieben zurückgeschickt habe?
Wenn Ihr naturstrom-biogas-Vertrag bei uns eintrifft, kündigen wir Ihren alten Vertrag gemäß der energiewirtschaftlichen Marktregeln zum nächstmöglichen Datum (drei Wochen in die Zukunft). In der Regel erfolgt die Ummeldung zu diesem Termin. Eine erfolgreiche und schnelle Kündigung ist auch abhängig von der mit Ihrem aktuellen Versorger vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Wenn Sie bei Ihrem jetzigen Gasversorger ein Sonderkündigungsrecht haben, möchten wir Sie bitten, davon Gebrauch zu machen und selbst Ihren Vertrag zu kündigen. Ansonsten kann es vorkommen, dass das Sonderkündigungsrecht verfällt und sich der Wechsel verzögert. NATURSTROM wird nach Erhalt Ihres Antrages den Wechsel zu naturstrom biogas veranlassen.

Gibt es eine Mindestmenge Gas, die ich als Kunde bei Ihnen abnehmen muss?
Nein. Wir liefern Ihnen immer 100% Ihres Gasbedarfs.

Kann ich überall in Deutschland naturstrom-Kunde werden?
Ja, NATURSTROM ist ein bundesweit tätiges Unternehmen.

Kann ich auch zu NATURSTROM wechseln, wenn ich in einem Mehrfamilienhaus wohne?
Sofern Sie einen eigenen Gaszähler besitzen, besteht die Möglichkeit zunaturstrom biogas zu wechseln. Ist dies nicht der Fall, müssten alle Mietparteien zu naturstrom biogas wechseln, denn nur über den Zähler ist es möglich, den korrekten Verbrauch abzulesen.

Muss ich meinen Vermieter darüber informieren, dass ich meinen Gasanbieter wechseln werde?
Sofern Ihre Gasabrechnung nicht über Ihren Vermieter abgewickelt wird, müssen Sie ihn nicht über Ihren geplanten Anbieterwechsel informieren.Muss ich mich bei meinem alten Gasversorger abmelden, wenn ich naturstrom-biogas beziehen möchte?Nein. Wir kümmern uns um alle Formalitäten bei der Ummeldung, und Ihre Gasversorgung bleibt zu jeder Zeit gewährleistet.

Können Sie mir versichern, dass mein Gas bei einem Wechsel zu NATURSTROM nicht ausfällt?
Ja. Die unterbrechungslose Gasversorgung ist gesetzlich garantiert. Selbst wenn Sie uns falsche Adressdaten o.ä. übermitteln, ist Ihr örtlicher Grundversorger dazu verpflichtet Sie mit Gas zu versorgen.

Von wem bekomme ich meine zukünftige Gasrechnung?
Die NaturStromHandel GmbH wird Ihnen zukünftig Ihre Gasrechnung zuschicken.

Wann bekomme ich von NATURSTROM meine erste Rechnung?
Nach Vertragsabschluss bekommen Sie von NATURSTROM zunächst eine Vertragsbestätigung, die die monatlich zu zahlenden Abschläge festlegt. Die Jahresrechnung erhalten Sie in demselben Turnus wie bei Ihrem vorherigen Versorger.Passen Sie die Höhe der Abschlagszahlungen bei geänderten Verbrauchsgewohnheiten an?Selbstverständlich wird die Höhe der Abschläge der Höhe Ihres durchschnittlichen Verbrauchs angepasst. Diese Anpassung wird in der Regel mit der Jahresrechnung vorgenommen.

Wer ist für technische Störungen zuständig, wenn ich NATURSTROM-Kunde bin?
Als Netzbetreiber ist bei technischen Störungen in jedem Fall das örtliche Gasversorgungsunternehmen zuständig. Dieses ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Netzes verantwortlich, gleichgültig welches Gas darüber verteilt wird.

Woher bekomme ich mein Gas, falls ich den Vertrag mit NATURSTROM wieder kündigen möchte?
In diesem Fall können Sie Ihr Gas z.B. wieder vom örtlichen Gasversorger kaufen. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz ist er verpflichtet, Sie zum allgemeinen Tarif und allgemeinen Bedingungen zu versorgen.

Was muss ich wissen und tun, wenn ich als naturstrom-Kundin/-Kunde umziehe? 
Gerne versorgen wir Sie auch in Ihrem neuen Zuhause mit naturstrom / naturstrom biogas. Bitte teilen Sie uns Ihren geplanten Umzug über das Kundenportal mit. Als Dankeschön für Ihre Treue schreiben wir Ihrem Kundenkonto automatisch einen Umzugsbonus von 25 Euro gut.

Wir benötigen
- Ihre neue Anschrift
- die neue Zählernummer
- das Datum der Haus- / Wohnungsübernahme
- den Namen Ihrer Vormieterin / Ihres Vormieters
- das Datum der Wohnungsübergabe (alte Abnahmestelle) 
- den Endzählerstand zum Auszugsdatum
- sowie den Anfangszählerstand zum Einzugsdatum

Ihr Vertrag wird dann einfach auf Ihr neues Zuhause übertragen. Wenn für Ihre neue Wohnung / Ihr neues Haus bereits ein Gasliefervertrag mit dem örtlichen Versorger besteht, müssen Sie einen neuen naturstrom-Liefervertrag abschließen.

Kann ich meinen biogas-Vertrag an meine WG-Mitbewohner oder an meinen Nachmieter oder meine Nachmieterin übergeben, wenn ich ausziehe?
Die formlose Übergabe Ihres Gasvertrages an einen neuen Vertragspartner ist nicht möglich. Bitte teilen Sie uns Ihr Auszugsdatum und den Zählerstand mit. Eine Belieferung mit naturstrom biogas ist nur dann ohne Unterbrechnung möglich, wenn der neue Vertragspartner zu seinem Neueinzug einen Vertrag mit NATURSTROM abschließt, nachdem Sie bereits Ihren Vertrag gekündigt haben.

 

Ich ziehe um - muss ich kündigen?
Falls Sie umziehen und weiterhin naturstrom / naturstrom biogas beziehen möchten, melden Sie uns dies bitte über das NATURSTROM-Kundenportal. Als Dankeschön für Ihre Treue schreiben wir Ihrem Vertragskonto automatisch einen Umzugsbonus von 25 Euro gut.

Wie kann ich meinen Vertrag kündigen?
Bitte beauftragen Sie Ihren neuen Wunschversorger mit dem Lieferantenwechsel. Bei den meisten Haushaltsverträgen beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Monatsende. Die genaue Kündigungsfrist Ihres Vertrags finden Sie im NATURSTROM-Kundenportal oder in Ihrer letzten Rechnung. 

Sie haben noch Fragen? Wir sind gerne für Sie da. Sie erreichen uns telefonisch montags bis freitags von 8 bis 18 Uhr unter 0211 77900-100.

Brauche ich einen neuen Gaszähler für naturstrom biogas? 
Es ändert sich für Sie nichts, das heißt, Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber liest wie gewohnt turnusmäßig den Zählerstand ab oder bittet Sie, diesen telefonisch oder schriftlich anzugeben. 

Wie erfolgt die Ablesung des Zählerstandes? 
In der Regel ändert sich für Sie nichts, das heißt, Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber liest wie gewohnt turnusmäßig den Zählerstand ab oder bittet Sie, diesen telefonisch oder schriftlich anzugeben.

Wann erfolgt die Ablesung des Zählers?

Der Zeitpunkt der Ablesung wird von Ihren Netzbetreiber festgelegt und ändert sich durch einen Wechsel zu naturstrom nicht. Den Termin der Ablesung finden Sie im Kundenportal im Bereich "Verträge" unter "Stichtag für die Zählerablesung".

Wen spreche ich an, wenn der Zähler gewartet, ausgebaut oder repariert werden muss?
Für den Ausbau, den Austausch und die Wartung des Gaszählers ist wie bisher Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber verantwortlich. Bitte wenden Sie sich an dessen Gaszähler-Wartungsservice.

Verpflichtet der Einbau des Gaszählers in einen Neubau den Hausbesitzer oder auch die Erstbewohner dazu, Kunde bei dem lokalen Energieversorgungsunternehmen zu werden, das den Zähler installiert hat? 
Nein, diese Verpflichtung besteht nicht. Der Zählereinbau wird zwar von dem zuständigen Netz- bzw. Messstellenbetreiber vorgenommen. Sie sind damit aber nicht automatisch verpflichtet, auch einen Gasliefervertrag mit dem Versorgungsunternehmen abzuschließen.

Woraus besteht Biogas?
Biogas setzt sich aus ca. 50 bis 75 % Methan, ca. 25 bis 45 % Kohlendioxid und darüber hinaus aus Stickstoff, Sauerstoff, Schwefelwasserstoff und Wasserstoff zusammen. Um es ins Gasnetz einspeisen zu können, muss der Anteil an Methan im Biogas erhöht werden. Nach dieser „Aufbereitung“ besitzt das Biogas einen Methangehalt von 96-99 %.

Was geschieht in einer Biogas-Anlage?
Unter Ausschluss von Sauerstoff entsteht in einer Biogas-Anlage aus organischer Masse ein Gasgemisch (CO2, CH4, H2S), das Biogas. Biogas kann durch Trocken- oder Nassfermentation entstehen. Bei beiden Fermentationen verläuft der Abbauprozess der Ausgangsstoffe über vier Schritte von der Hydrolyse bis zur Methanbildung. Dabei kommt es in der ersten Phase zu einer Aufspaltung der für die Vergärung wichtigsten Inhaltstoffe: Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. In den weiteren Phasen findet die Versäuerung der Ausgangsstoffe mit einem anschließenden Abbau der Stoffwechselprodukte und der Produktion von Biogas statt. Dieses Gas kann dann über ein Blockheizkraftwerk direkt an der Anlage oder auch über eine Mikrogasleitung mehrere Kilometer von der Biogasanlage entfernt verstromt werden. Ein weiterer Verwertungsweg ist die Aufbereitung des Rohbiogases auf eine mit konventionellem Erdgas vergleichbare Qualität und die anschließende Einspeisung in das Erdgasnetz.

Was wird in einer Biogas-Anlage vergärt?
In einer Biogas-Anlage werden biogene Rohstoffe zur Produktion von Gas eingesetzt. Dazu zählen z.B. nachwachsende Rohstoffe, Gülle, Jauche, Mist oder auch überlagerte Lebensmittel und andere Rückstände aus der Lebensmittelindustrie. Auch Material aus der Landschaftspflege, der Biotonne oder Rasenschnitt sind verwertbar.

Wie hoch ist der Anteil an Nutzpflanzen im Gegensatz zu Gülle und Bio-Abfällen in solchen Biogas-Anlagen?
In Deutschland existieren zwei Arten von Biogas-Anlagen. Zum einen solche, die mit Biomüll betrieben werden, zum anderen Anlagen, die aus nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffen aus der Landwirtschaft (Gülle und Mist) Biogas produzieren. In den so genannten Nachwachsende Rohstoffe-Anlagen oder kurz NawaRo-Anlagen ist der Substratmix (der Mix der Ausgangsstoffe) abhängig von der Anlagengröße.

Vor allem kleine Biogasanlagen (bis 250 kW elektrisch) vergären etwa 30 % Gülle und Mist und ca. 70 % Energiepflanzen. Größere Anlagen verwenden dagegen bis zu 100 % Substrate wie Mais, Kleegras, Grünroggen, Ganzpflanzensilagen oder alternative Nachwachsende Rohstoffe.
Wichtig: Die Pflanzen werden meist in unmittelbarer Nähe einer Biogasanlage angebaut und geerntet, weil sonst der Energieaufwand für den Transport zu hoch wäre.

Wie viel Energie wird für den Anbau von Nutzpflanzen benötigt?
Die Frage nach der Klimabilanz ist nicht in absoluten Zahlen zu beantworten. Es wird angenommen, dass man in der Landwirtschaft für die Produktion von Nahrungsmitteln oder Energiepflanzen etwa 20 % als Eigenenergieverbrauch einrechnet. Darunter fallen Bodenbearbeitung, Dünger, Pestizide, Anbau- und Erntetechnik sowie Transport.

Entsteht bei der Erzeugung von naturstrom biogas CO²?
Unser naturstrom biogas 100 % wird klimaneutral erzeugt. Wir kompensieren die CO²-Emissionen aus der Vorkette und den Erdgas-Anteilen aus naturstrom biogas 10 % und 20 % in Madagaskar. Die Kompensation erfolgt dabei nach dem "Gold Standard VER", der die Kriterien und Auflagen des Kyoto-Protokolls erfüllt.

Biogas wird auf verschiedene Art und Weise eingesetzt: Zum einen lässt sich damit in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme erzeugen. Zum anderen kann es auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist werden.
 

Biogas im BHKW

Das Biogas wird üblicherweise direkt am Ort der Entstehung in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt, um Strom zu erzeugen. Die dabei entstehende Wärme kann z.B. zum Beheizen anliegender Gebäude bzw. Gemeinden genutzt werden.

Hier beschreiben wir den Prozess genauer.

 

Biogas im Gasnetz

Alternativ bietet sich durch die besondere Fähigkeit von Biogas, Energie dauerhaft zu speichern, eine neue Einsatzmöglichkeit: So wird das Biogas auf Erdgas-Qualität aufbereitet und kann ins Gasnetz eingespeist werden.

Hier finden Sie weiterführende Informationen.

Fördert die Biogasproduktion den Anbau von Monokulturen?
2004 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert und der Nachwachsende-Rohstoffe (NawaRo)-Bonus eingeführt. Dieser Bonus förderte den Wandel von „Reststoffvergärungsanlagen“ hin zu reinen NawaRo-Anlagen auf Basis von Silomais oder anderen Energiepflanzen. Mais stellt aktuell 73 % der Rohstoffe in den Biogasanlagen und ist aus Sicht des Ertragsniveaus besonders effizient: Aus einem Hektar Mais (Gärfutter) lassen sich über 8.000 m³ Biogas gewinnen, fast doppelt so viel wie mit einem Hektar Grünland (Gras). Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde mehr Mais angebaut, was zu Diskussionen bzgl. Monokulturen, veränderten Landschaften und pflanzenbaulichen Problemen führte. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass der Anbau von Energiepflanzen in eine umwelt- und naturverträgliche Landwirtschaft eingebettet wird. Mit dem EEG 2014 wurde die NawaRo-Vergütung wieder abgeschafft und der Fokus auf die Vergärung bestimmter Reststoffe gelegt.

 

Fördert der Einsatz von Biogas steigende Weltmarktpreise bei Nahrungsmitteln?
Wir haben selbst ein Pilotprojekt und experimentieren mit dem Einsatz von Zwischenfrüchten. Da die Forschung zu Energiepflanzen noch in den Kinderschuhen steckt, setzen wir darauf, dass mittelfristig andere Pflanzen als Mais bzw. andere Nahrungspflanzen als Energieträger gefunden werden. Für die steigenden Weltmarktpreise von Getreide kann man nicht nur einen „Schuldigen“ ausmachen. Einfluss haben u. a. Wetter, (auch regionale) Politik und gesetzliche Vorgaben, Förderungen und Preisbildung sowie dessen Entwicklung. Wir setzen uns für ein anderes globales Problem ein: den Klimaschutz. Ein Hauptziel von NATURSTROM ist, die Umweltbelastung und den Klimawandel aufzuhalten bzw. diesen einzudämmen. Die daraus folgenden Umweltkatastrophen und Klimaveränderungen können in den ärmeren Ländern schwerwiegende Folgen haben. Auch deshalb setzen wir auf Biogas.

Haben Sie Fragen zu Ihrer naturstrom- oder naturstrom biogas-Rechnung?
In unseren Musterrechnungen erläutern wir Ihnen alle wichtigen Punkte.

Musterrechnung naturstrom

Musterrechnung naturstrom biogas