20.02.2026

Unternehmensappell: Energiewende als Wirtschaftschance sichern

Das Netzpaket aus dem Bundeswirtschaftsministerium schlägt weiter Wellen. Mehr als 20 Energie-Unternehmen mit Sitz oder Standort in Hamburg – darunter auch naturstrom – wenden sich in einem offenen Brief an die CDU in der Hansestadt.

Sie appellieren „an die CDU, als Vertreterin marktwirtschaftlicher Prinzipien, die Energiewende konstruktiv zu gestalten, Planungssicherheit zu gewährleisten und dies auf dem anstehenden Parteitag zu berücksichtigen.“ Ein effizienter Bürokratieabbau, die Digitalisierung und bundesweit einheitliche Regeln seien entscheidend für Hamburgs wirtschaftliche Zukunft.

Im Fokus der Kritik steht der sogenannte Redispatch-Vorbehalt. Er untergrabe die Planungs- und Investitionssicherheit für neue Wind- und Solaranlagen. Der Hintergrund: In einigen Netzregionen müssten Betreiber für den Zugang zum Stromnetz bis zu zehn Jahre auf Erlöse verzichten, sollte der Netzbetreiber Energiemengen abregeln. Das bedeutet einen faktischen Baustopp für viele auch bereits fertig geplante Projekte. „Es ist offen, ob Netzbetreiber für bestehende Verbrauchsanschlüsse nachträglich Baukostenzuschüsse verlangen könnten, was eine ungerechtfertigte zusätzliche Belastung darstellen würde“, kritisieren die unterzeichnenden Unternehmen. „Die Netzbetreiber, die für die effiziente Nutzung und den Netzausbau Verantwortung tragen sollten, werden so aus der Verantwortung entlassen.“

naturstrom ist seit über zehn Jahren mit einem Standort in Hamburg vertreten. Rund 30 Beschäftigte, mehrheitlich aus dem Geschäftsfeld Urbanes Wohnen und Gewerbe, treiben von der Hansestadt aus die Energiewende voran. 

Den vollständigen Brief finden Sie hier.