27.02.2026
„Die Streichung der Einspeisevergütung gefährdet einen der zentralen Vorteile der Erneuerbaren Energien: die Beteiligung“
Den geleakten Referentenentwurf zur Novelle des EEG kommentiert Dr. Tim Loppe, Leiter Medien & Politik bei der naturstrom AG:
„Der geleakte EEG-Referentenentwurf droht die Energiewende zu entkernen. Die Streichung der Einspeisevergütung für kleine Photovoltaik-Dachanlagen stellt einen der zentralen Vorteile der Erneuerbaren Energien infrage: die Beteiligung. Rund vier Millionen Solaranlagen auf Einfamilienhäusern sind Teil des Versprechens, mit Erneuerbaren Energien nicht nur eine saubere, klimaschonende Energieversorgung zu ermöglichen, sondern diesen Wandel aktiv mitgestalten zu können. Dieses Versprechen droht gebrochen zu werden. Auch Belieferungskonzepte wie Mieterstrom und die gemeinschaftliche Gebäudeversorgung stehen mit dem Wegfall der Vergütung zur Disposition.
Läuft auf Vollbremsung hinaus
Das Ziel von Ministerin Reiche, die Energiewende effizienter zu gestalten, ist richtig. Viele Vorschläge liegen hierzu auf dem Tisch. Die Einspeisevergütung von kleinen Dachanlagen zu streichen, ohne die Voraussetzungen für eine massentaugliche Direktvermarktung kleinerer Strommengen sicherzustellen, läuft jedoch auf eine Vollbremsung hinaus. Im ersten Schritt müssen die technischen Voraussetzungen und die Marktprozesse vereinfacht werden. Dies geht – wieder einmal – nur unter Mitwirkung der rund 850 Verteilnetzbetreiber. Ein Effizienzprogramm für die Energiewende muss daher die Netzbetreiber viel stärker in den Fokus nehmen, als die Entwürfe zum Netzpaket und zum EEG dies tun.“
Bildmaterial zum Download:
Installation PV-Module auf Hausdach © naturstrom AG/M.Hiersemann
