Häufige Fragen zu naturstrom biogas

Hier finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu naturstrom biogas und dem Wechsel des Gasanbieters. Sollten Sie weitere Fragen haben, dann schreiben Sie uns an kundenservice(at)naturstrom.de oder rufen Sie unsere Service-Hotline an: 0211 77 900 - 100.

Warum ist es so wichtig, dass NATURSTROM neue Biogas-Anlagen fördert, plant und verwirklicht?
Nur wenn neue Biogas-Anlagen entstehen, die sich an ökologischen Kriterien orientieren, wird das Gasaufkommen aus konventioneller Erdgasförderung Schritt für Schritt zurückgehen. Gerade im Bereich Biogas, das bisher nur wenige Erzeuger in der von uns geforderten Qualität anbieten, ist eine Förderung neuer Anlagen wichtig.

Wie kann ich mir sicher sein, dass wirklich Biogas aus meiner Leitung kommt?

Für Sie als Endverbraucher/-in ist nicht erkennbar, ob Biogas oder konventionelles Erdgas aus Ihrer Leitung kommt, da das Gas aus dem Gasnetz ein Mix aus Erd- und Biogas ist und beide den gleichen Brennwert besitzen. Durch den Bezug von naturstrom biogas erhöhen Sie den Anteil an Biogas im bundesdeutschen Gasmix. Je mehr Personen es Ihnen nachtun, desto mehr Biogas wird ins Gasnetz eingespeist. Zudem sorgen Sie durch den Bezug von naturstrom biogas für den Ausbau der Erneuerbaren Energien, da wir den Bau neuer Öko-Kraftwerke mit 0,1 Cent (netto) pro verbrauchter Kilowattstunde fördern.

Besitzt NATURSTROM eigene Biogas-Anlagen?
2009 hat NATURSTROM eine Biogasanlage in Hiltpoltstein übernommen und betreibt seit 2011 die Biogasanlage Hallerndorf. Dort wird der Einsatz von Zwischenfrüchten* erprobt. Ziel ist es, eigene Anlagen mit einem Standard über den gesetzlichen Anforderungen zu entwickeln und zu betreiben. In Deutschland wird bereits nach Alternativen geforscht, damit mittelfristig andere Pflanzen für die Biogaserzeugung eingesetzt werden können.

*Zwischenfrüchte sind Pflanzen wie Klee oder Grünroggen, die nicht als Nahrung angebaut werden, sondern ausschließlich der Regeneration des Bodens dienen.

Woher kommt naturstrom biogas?
Unser Biogas stammt aus einem Klärwerk in Hamburg und zwei Biogasanlagen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern. In Hamburg wird ein Teil des Klärgases in Strom und Wärme umgewandelt, der Rest auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist. So kann wertvolle Energie, die als Abwasser aus den Haushalten geflossen ist, als Biogas wieder dorthin zurückfließen. Genauso nachhaltig wird das Biogas auch in den beiden anderen Anlagen produziert, nämlich durch die Vergärung organischer Abfälle.

Wenn ich mich für naturstrom biogas 10 % entscheide – was ist mit den anderen 90 %?
Wenn Sie sich für dieses Angebot entscheiden, beliefern wir Sie mit einem Mix aus 10 % Biogas und 90% Erdgas. Das von uns gelieferte Erdgas wird über die Börse eingekauft, weshalb wir keinen Einfluss auf unsere Vorlieferanten haben. Daher kommt das von uns gelieferte Erdgas ebenso aus Russland, Norwegen, den Niederlanden und Deutschland, wie dies auch bei konventionellen Gasversorgern der Fall ist. Bei unserem 100 %-Biogasangebot können wir Gasimporte ausschließen.

Ist Energie aus Biomasse zukunftsfähig?
Biogas ist ein wichtiger Baustein im Energiemix der Zukunft. Es ist wetterunabhängig und damit kontinuierlich verfügbar und lässt sich gut speichern. Bereits heute ist Biogas vielseitig einsetzbar: Es kann zur Stromerzeugung verwendet oder auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist werden. Beim Vergärungsprozess in einer Biogasanlage entsteht neben Biogas auch Wärme, die sich als saubere Energie z.B. für Nahwärmenetze nutzen lässt. 

Ist Biogas von NATURSTROM teurer als herkömmliches Gas?

Das hängt davon ab, welchen Biogas-Tarif Sie wählen. Unser Tarif mit 10% Biogasanteil ist in vielen Gebieten trotz höherer Qualität sogar günstiger als reine Erdgasprodukte des jeweiligen Grundversorgers. Reines Biogas ist aufgrund der höheren Produktionskosten hingegen noch teurer als konventionelles Erdgas.

Fallen bei einem Wechsel zu NATURSTROM zusätzliche Kosten an?
Nein. Bei einem Wechsel zu NATURSTROM fallen keinerlei zusätzliche Kosten an.

Gibt es ein Gas+Strom-Kundenpaket?
NATURSTROM kann derzeit aufgrund unterschiedlicher Abrechnungssysteme keinen Gas+Strom-Tarif anbieten.

Wie schnell werde ich naturstrom-Kunde, wenn ich das Vertragsformular unterschrieben zurückgeschickt habe?
Wenn Ihr naturstrom-biogas-Vertrag bei uns eintrifft, kündigen wir Ihren alten Vertrag gemäß der energiewirtschaftlichen Marktregeln zum nächstmöglichen Datum (drei Wochen in die Zukunft). In der Regel erfolgt die Ummeldung zu diesem Termin. Eine erfolgreiche und schnelle Kündigung ist auch abhängig von der mit Ihrem aktuellen Versorger vertraglich vereinbarten Kündigungsfrist. Wenn Sie bei Ihrem jetzigen Gasversorger ein Sonderkündigungsrecht haben, möchten wir Sie bitten, davon Gebrauch zu machen und selbst Ihren Vertrag zu kündigen. Ansonsten kann es vorkommen, dass das Sonderkündigungsrecht verfällt und sich der Wechsel verzögert. NATURSTROM wird nach Erhalt Ihres Antrages den Wechsel zu naturstrom biogas veranlassen.

Gibt es eine Mindestmenge Gas, die ich als Kunde bei Ihnen abnehmen muss?
Nein. Wir liefern Ihnen immer 100% Ihres Gasbedarfs.

Kann ich überall in Deutschland naturstrom-Kunde werden?
Ja, NATURSTROM ist ein bundesweit tätiges Unternehmen.

Kann ich auch zu NATURSTROM wechseln, wenn ich in einem Mehrfamilienhaus wohne?
Sofern Sie einen eigenen Gaszähler besitzen, besteht die Möglichkeit zunaturstrom biogas zu wechseln. Ist dies nicht der Fall, müssten alle Mietparteien zu naturstrom biogas wechseln, denn nur über den Zähler ist es möglich, den korrekten Verbrauch abzulesen.

Muss ich meinen Vermieter darüber informieren, dass ich meinen Gasanbieter wechseln werde?
Sofern Ihre Gasabrechnung nicht über Ihren Vermieter abgewickelt wird, müssen Sie ihn nicht über Ihren geplanten Anbieterwechsel informieren.Muss ich mich bei meinem alten Gasversorger abmelden, wenn ich naturstrom-biogas beziehen möchte?Nein. Wir kümmern uns um alle Formalitäten bei der Ummeldung, und Ihre Gasversorgung bleibt zu jeder Zeit gewährleistet.

Können Sie mir versichern, dass mein Gas bei einem Wechsel zu NATURSTROM nicht ausfällt?
Ja. Die unterbrechungslose Gasversorgung ist gesetzlich garantiert. Selbst wenn Sie uns falsche Adressdaten o.ä. übermitteln, ist Ihr örtlicher Grundversorger dazu verpflichtet Sie mit Gas zu versorgen.

Von wem bekomme ich meine zukünftige Gasrechnung?
Die NaturStromHandel GmbH wird Ihnen zukünftig Ihre Gasrechnung zuschicken.

Wann bekomme ich von NATURSTROM meine erste Rechnung?
Nach Vertragsabschluss bekommen Sie von NATURSTROM zunächst eine Vertragsbestätigung, die die monatlich zu zahlenden Abschläge festlegt. Die Jahresrechnung erhalten Sie in demselben Turnus wie bei Ihrem vorherigen Versorger.Passen Sie die Höhe der Abschlagszahlungen bei geänderten Verbrauchsgewohnheiten an?Selbstverständlich wird die Höhe der Abschläge der Höhe Ihres durchschnittlichen Verbrauchs angepasst. Diese Anpassung wird in der Regel mit der Jahresrechnung vorgenommen.

Wer ist für technische Störungen zuständig, wenn ich NATURSTROM-Kunde bin?
Als Netzbetreiber ist bei technischen Störungen in jedem Fall das örtliche Gasversorgungsunternehmen zuständig. Dieses ist gesetzlich für den ordnungsgemäßen Betrieb des Netzes verantwortlich, gleichgültig welches Gas darüber verteilt wird.

Woher bekomme ich mein Gas, falls ich den Vertrag mit NATURSTROM wieder kündigen möchte?
In diesem Fall können Sie Ihr Gas z.B. wieder vom örtlichen Gasversorger kaufen. Nach dem Energiewirtschaftsgesetz ist er verpflichtet, Sie zum allgemeinen Tarif und allgemeinen Bedingungen zu versorgen.

Was muss ich wissen und tun, wenn ich als naturstrom-Kundin/-Kunde umziehe? 
Gerne versorgen wir Sie auch in Ihrem neuen Zuhause mit naturstrom / naturstrom biogas. Bitte teilen Sie uns Ihren geplanten Umzug über das Online-Umzugsformular  oder das Kundenportal mit. Als Dankeschön für Ihre Treue schreiben wir Ihrem Kundenkonto automatisch einen Umzugsbonus von 10 Euro gut.

Wir benötigen
- Ihre neue Anschrift
- die neue Zählernummer
- das Datum der Haus- / Wohnungsübernahme
- den Namen Ihrer Vormieterin / Ihres Vormieters
- das Datum der Wohnungsübergabe (alte Abnahmestelle) 
- den Endzählerstand zum Auszugsdatum
- sowie den Anfangszählerstand zum Einzugsdatum

Ihr Vertrag wird dann einfach auf Ihr neues Zuhause übertragen. Wenn für Ihre neue Wohnung / Ihr neues Haus bereits ein Gasliefervertrag mit dem örtlichen Versorger besteht, müssen Sie einen neuen naturstrom-Liefervertrag abschließen.

Kann ich meinen biogas-Vertrag an meine WG-Mitbewohner oder an meinen Nachmieter oder meine Nachmieterin übergeben, wenn ich ausziehe?
Die formlose Übergabe Ihres Gasvertrages an einen neuen Vertragspartner ist nicht möglich. Bitte teilen Sie uns Ihr Auszugsdatum und den Zählerstand mit. Eine Belieferung mit naturstrom biogas ist nur dann ohne Unterbrechnung möglich, wenn der neue Vertragspartner zu seinem Neueinzug einen Vertrag mit NATURSTROM abschließt, nachdem Sie bereits Ihren Vertrag gekündigt haben.

 

 

Wie und wann kann meinen Vertrag kündigen?
Sie können Ihren Vertrag in der Regel kurzfristig schriftlich (per Post oder e-Mail) kündigen. Bei den meisten Haushalts-Verträgen beträgt die Kündigungsfrist vier Wochen zum Monatsende. Die genaue Kündigungsfrist Ihres Vertrags finden Sie in unserem Kundenportal, der Vertragsbestätigung oder ihrer letzten Rechnung.

Ich ziehe um - muss ich deshalb kündigen?
Falls Sie umziehen und weiterhin naturstrom / naturstrom biogas beziehen möchten, melden Sie uns dies bitte über unser Umzugsformular oder das Kundenportal.

Als Dankeschön für Ihre Treue schreiben wir Ihrem Vertragskonto automatisch einen Umzugsbonus von 10 Euro gut.

Brauche ich einen neuen Gaszähler für naturstrom biogas? 
Es ändert sich für Sie nichts, das heißt, Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber liest wie gewohnt turnusmäßig den Zählerstand ab oder bittet Sie, diesen telefonisch oder schriftlich anzugeben. 

Wie erfolgt die Ablesung des Zählerstandes? 
In der Regel ändert sich für Sie nichts, das heißt, Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber liest wie gewohnt turnusmäßig den Zählerstand ab oder bittet Sie, diesen telefonisch oder schriftlich anzugeben.

Wann erfolgt die Ablesung des Zählers?

Der Zeitpunkt der Ablesung wird von Ihren Netzbetreiber festgelegt und ändert sich durch einen Wechsel zu naturstrom nicht. Den Termin der Ablesung finden Sie im Kundenportal im Bereich "Verträge" unter "Stichtag für die Zählerablesung".

Wen spreche ich an, wenn der Zähler gewartet, ausgebaut oder repariert werden muss?
Für den Ausbau, den Austausch und die Wartung des Gaszählers ist wie bisher Ihr lokaler Netz- bzw. Messstellenbetreiber verantwortlich. Bitte wenden Sie sich an dessen Gaszähler-Wartungsservice.

Verpflichtet der Einbau des Gaszählers in einen Neubau den Hausbesitzer oder auch die Erstbewohner dazu, Kunde bei dem lokalen Energieversorgungsunternehmen zu werden, das den Zähler installiert hat? 
Nein, diese Verpflichtung besteht nicht. Der Zählereinbau wird zwar von dem zuständigen Netz- bzw. Messstellenbetreiber vorgenommen. Sie sind damit aber nicht automatisch verpflichtet, auch einen Gasliefervertrag mit dem Versorgungsunternehmen abzuschließen.

Woraus besteht Biogas?
Biogas setzt sich aus ca. 50 bis 75 % Methan, ca. 25 bis 45 % Kohlendioxid und darüber hinaus aus Stickstoff, Sauerstoff, Schwefelwasserstoff und Wasserstoff zusammen. Um es ins Gasnetz einspeisen zu können, muss der Anteil an Methan im Biogas erhöht werden. Nach dieser „Aufbereitung“ besitzt das Biogas einen Methangehalt von 96-99 %.

Was geschieht in einer Biogas-Anlage?
Unter Ausschluss von Sauerstoff entsteht in einer Biogas-Anlage aus organischer Masse ein Gasgemisch (CO2, CH4, H2S), das Biogas. Biogas kann durch Trocken- oder Nassfermentation entstehen. Bei beiden Fermentationen verläuft der Abbauprozess der Ausgangsstoffe über vier Schritte von der Hydrolyse bis zur Methanbildung. Dabei kommt es in der ersten Phase zu einer Aufspaltung der für die Vergärung wichtigsten Inhaltstoffe: Fette, Eiweiße und Kohlenhydrate. In den weiteren Phasen findet die Versäuerung der Ausgangsstoffe mit einem anschließenden Abbau der Stoffwechselprodukte und der Produktion von Biogas statt. Dieses Gas kann dann über ein Blockheizkraftwerk direkt an der Anlage oder auch über eine Mikrogasleitung mehrere Kilometer von der Biogasanlage entfernt verstromt werden. Ein weiterer Verwertungsweg ist die Aufbereitung des Rohbiogases auf eine mit konventionellem Erdgas vergleichbare Qualität und die anschließende Einspeisung in das Erdgasnetz.

Was wird in einer Biogas-Anlage vergärt?
In einer Biogas-Anlage werden biogene Rohstoffe zur Produktion von Gas eingesetzt. Dazu zählen z.B. nachwachsende Rohstoffe, Gülle, Jauche, Mist oder auch überlagerte Lebensmittel und andere Rückstände aus der Lebensmittelindustrie. Auch Material aus der Landschaftspflege, der Biotonne oder Rasenschnitt sind verwertbar.

Wie hoch ist der Anteil an Nutzpflanzen im Gegensatz zu Gülle und Bio-Abfällen in solchen Biogas-Anlagen?
In Deutschland existieren zwei Arten von Biogas-Anlagen. Zum einen solche, die mit Biomüll betrieben werden, zum anderen Anlagen, die aus nachwachsenden Rohstoffen und Reststoffen aus der Landwirtschaft (Gülle und Mist) Biogas produzieren. In den so genannten Nachwachsende Rohstoffe-Anlagen oder kurz NawaRo-Anlagen ist der Substratmix (der Mix der Ausgangsstoffe) abhängig von der Anlagengröße.

Vor allem kleine Biogasanlagen (bis 250 kW elektrisch) vergären etwa 30 % Gülle und Mist und ca. 70 % Energiepflanzen. Größere Anlagen verwenden dagegen bis zu 100 % Substrate wie Mais, Kleegras, Grünroggen, Ganzpflanzensilagen oder alternative Nachwachsende Rohstoffe.
Wichtig: Die Pflanzen werden meist in unmittelbarer Nähe einer Biogasanlage angebaut und geerntet, weil sonst der Energieaufwand für den Transport zu hoch wäre.

Wie viel Energie wird für den Anbau von Nutzpflanzen benötigt?
Die Frage nach der Klimabilanz ist nicht in absoluten Zahlen zu beantworten. Es wird angenommen, dass man in der Landwirtschaft für die Produktion von Nahrungsmitteln oder Energiepflanzen etwa 20 % als Eigenenergieverbrauch einrechnet. Darunter fallen Bodenbearbeitung, Dünger, Pestizide, Anbau- und Erntetechnik sowie Transport.

Biogas wird auf verschiedene Art und Weise eingesetzt: Zum einen lässt sich damit in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme erzeugen. Zum anderen kann es auf Erdgasqualität aufbereitet und ins Gasnetz eingespeist werden.
 

Biogas im BHKW

Das Biogas wird üblicherweise direkt am Ort der Entstehung in einem Blockheizkraftwerk (BHKW) verbrannt, um Strom zu erzeugen. Die dabei entstehende Wärme kann z.B. zum Beheizen anliegender Gebäude bzw. Gemeinden genutzt werden.

Hier beschreiben wir den Prozess genauer.

 

Biogas im Gasnetz

Alternativ bietet sich durch die besondere Fähigkeit von Biogas, Energie dauerhaft zu speichern, eine neue Einsatzmöglichkeit: So wird das Biogas auf Erdgas-Qualität aufbereitet und kann ins Gasnetz eingespeist werden.

Hier finden Sie weiterführende Informationen.

Fördert die Biogasproduktion den Anbau von Monokulturen?

Fördert die Biogasproduktion den Anbau von Monokulturen?
2004 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) geändert und der Nachwachsende-Rohstoffe (NawaRo)-Bonus eingeführt. Dieser Bonus förderte den Wandel von „Reststoffvergärungsanlagen“ hin zu reinen NawaRo-Anlagen auf Basis von Silomais oder anderen Energiepflanzen. Mais stellt aktuell 73 % der Rohstoffe in den Biogasanlagen und ist aus Sicht des Ertragsniveaus besonders effizient: Aus einem Hektar Mais (Gärfutter) lassen sich über 8.000 m³ Biogas gewinnen, fast doppelt so viel wie mit einem Hektar Grünland (Gras). Um der steigenden Nachfrage gerecht zu werden, wurde mehr Mais angebaut, was zu Diskussionen bzgl. Monokulturen, veränderten Landschaften und pflanzenbaulichen Problemen führte. Aus unserer Sicht ist es wichtig, dass der Anbau von Energiepflanzen in eine umwelt- und naturverträgliche Landwirtschaft eingebettet wird. Mit dem EEG 2014 wurde die NawaRo-Vergütung wieder abgeschafft und der Fokus auf die Vergärung bestimmter Reststoffe gelegt.

 

Fördert der Einsatz von Biogas steigende Weltmarktpreise bei Nahrungsmitteln?
Wir haben selbst ein Pilotprojekt und experimentieren mit dem Einsatz von Zwischenfrüchten. Da die Forschung zu Energiepflanzen noch in den Kinderschuhen steckt, setzen wir darauf, dass mittelfristig andere Pflanzen als Mais bzw. andere Nahrungspflanzen als Energieträger gefunden werden. Für die steigenden Weltmarktpreise von Getreide kann man nicht nur einen „Schuldigen“ ausmachen. Einfluss haben u. a. Wetter, (auch regionale) Politik und gesetzliche Vorgaben, Förderungen und Preisbildung sowie dessen Entwicklung. Wir setzen uns für ein anderes globales Problem ein: den Klimaschutz. Ein Hauptziel von NATURSTROM ist, die Umweltbelastung und den Klimawandel aufzuhalten bzw. diesen einzudämmen. Die daraus folgenden Umweltkatastrophen und Klimaveränderungen können in den ärmeren Ländern schwerwiegende Folgen haben. Auch deshalb setzen wir auf Biogas.

Was bedeutet SEPA?
SEPA ist die Abkürzung für „Single Euro Payments Area“, also: Einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum. Dieser Zahlungsverkehrsraum umfasst 27 EU-Staaten sowie die Länder Island, Liechtenstein, Norwegen, die Schweiz und Monaco. Im SEPA-Raum sind zukünftig europaweit standardisierte Verfahren für den bargeldlosen Zahlungsverkehr (Überweisungen, Lastschriften) vorgeschrieben.  

 

Wozu dient SEPA?

 Stärkung der EU-Wirtschaft und Wettbewerbsfähigkeit

  • Einheitlicher Rechtsrahmen und einheitliche Standards und Datenformate
  • Übersichtlichkeit des europäischen Produktangebots
  • Erhöhter Verbraucherschutz
  • Vorabinformation
  • verkürzte Ausführungszeiten
  • erhöhte Rechtssicherheit 

 

Wen betrifft SEPA?
Jede Privatperson und jedes Unternehmen in den Ländern des SEPA-Raums ist von der Umstellung betroffen. 

  • 500 Millionen Bürger
  • 20 Millionen Unternehmen
  • 80 Milliarden Zahlungen/Jahr 

 

Seit wann gilt SEPA?
Zum 1. August 2014 sind die nationalen Zahlverfahren für Überweisungen und Lastschriften in den Euroländern ausgelaufen. Das heißt: Zu diesem Zeitpunkt wurden die bisherigen Überweisungs- und Lastschriftverfahren durch SEPA ersetzt. Für Privatpersonen gewähren viele Banken in einer Übergangsfrist noch einen Konvertierungsservice der alten in die neuen Bankdaten.

 

Was hat sich durch SEPA geändert?

Mit der Umstellung auf SEPA wurden einige neue Dokumente und Begriffe eingeführt. Die alten Bankdaten werden durch IBAN und BIC abgelöst.
Zahlungsempfänger weisen sich nun durch eine Gläubiger-ID aus. Das SEPA-Mandat ersetzt die bekannte Einzugsermächtigung. Im bisherigen Lastschriftverfahren musste den Schuldnern nicht angekündigt werden, wann wie viel Geld von ihrem Konto abgebucht wird – das ändert sich mit der Einführung der Vorabinformation. Außerdem sind Mandate anhand einer Mandatsreferenz mit einer Nummer gekennzeichnet. 

 

Was sind IBAN und BIC?
Die IBAN ist der Nachfolger der Kontonummer und die BIC löst die Bankleitzahl ab.  

 

Wo finde ich meine IBAN und BIC?
Wie auch die alten Bankdaten stehen IBAN und BIC meist schon auf EC-Karten. Oft sind sie auch im Online-Banking oder auf dem Kontoauszug einsehbar.  

 

Was ist ein SEPA-Lastschriftmandat?
Das SEPA-Lastschriftmandat legitimiert den Einzug von SEPA-Lastschriften. Dieses Mandat umfasst Ihre Zustimmung zum Zahlungseinzug per SEPA-Lastschrift durch das Kreditinstitut des Zahlungsempfängers. Im Gegensatz zur Einzugsermächtigung gilt ein SEPA Mandat europaweit. Es hat ein vorgeschriebenes Ausführungsdatum und eine Referenznummer. Mit der Gläubiger-ID stellt es außerdem einen Bezug zu dem abbuchenden Zahlungsempfänger her.

 

Was ist die Vorabinformation?
Mit der Vorabinformation („Prenotification“) kündigen wir unseren Kunden eine Belastung ihres Kontos mittels SEPA-Lastschrift an. In der Vorabinformation enthalten sind das Fälligkeitsdatum und der genaue Betrag. Es können auch mehrere, regelmäßige Lastschrifteinzüge angekündigt werden. Die Vorabinformation wird unseren Kunden rechtzeitig vor Fälligkeit übermittelt, damit sie sich auf die Kontobelastung einstellen und für entsprechende Deckung sorgen können. Wir teilen ihnen dies im Rahmen einer neuen Abschlagsmitteilung mit.  

 

Was sind die Gläubiger-Identifikationsnummer (Gläubiger-ID) und die Mandatsreferenz?
Die Gläubiger-ID ist eine kontounabhängige und eindeutige Kennnummer zur Identifizierung des Zahlungsempfängers. Die Gläubiger-ID für Deutschland ist 18 Stellen lang und wird von der Bundesbank vergeben.  
Die Gläubiger-ID der beiden NATURSTROM-Gesellschaften lauten:

  • NaturStromHandel GmbH: DE29ZZZ00000019332
  • NaturStrom XL GmbH: DE35ZZZ00000028730  

Die Mandatsreferenz kennzeichnet das SEPA-Lastschriftmandat. Die Mandatsreferenz kann bis zu 35 Stellen lang sein und dient dazu, in Kombination mit der Gläubiger-ID jeden Lastschrifteinzug eindeutig identifizieren zu können. 

 

 

Haben Sie Fragen zu Ihrer naturstrom- oder naturstrom biogas-Rechnung?
In unseren Musterrechnungen erläutern wir Ihnen alle wichtigen Punkte.

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