Gas ist nicht gleich Gas. Als erster Energieversorger Deutschlands hatte NATURSTROM 2009 ein hundertprozentiges Biogas-Produkt an den Start gebracht. Was Biogas von fossilem Erdgas unterscheidet, lest ihr hier.
Gas ist ein Energieträger, der im Haushalt hauptsächlich zum Heizen, Kochen oder zur Wassererwärmung dient. Wenn von Gas die Rede ist, ist in der Regel Erdgas gemeint, ein brennbares, fossiles Naturgas, das in unterirdischen Lagerstätten vorkommt. Es tritt häufig zusammen mit Erdöl auf, da beides auf ähnliche Weise vor Jahrmillionen entstanden ist. Erdgas bildet sich unter Luftabschluss, erhöhter Temperatur und hohem Druck aus abgestorbenen und abgesunkenen marinen Kleinstlebewesen (Mikroorganismen, Algen, Plankton). Und das nicht mal eben so, denn die mikrobielle Zersetzung organischer Stoffe an Ort und Stelle braucht Zeit. Viel Zeit. So viel Zeit, dass Erdgas mit einer Entstehungszeit von etwa 20 Millionen Jahren nicht nur als jung, sondern sogar als sehr jung gilt.
Chemisch gesehen handelt es sich bei Erdgas um ein Gasgemisch, das zu 75 bis 99 Prozent aus hochentzündlichem Methan (CH4) besteht. Die genaue Zusammensetzung hängt vom Entstehungsort und der Umgebung ab: Neben Methan kann Erdgas auch aus Ethan, Propan, Butan und Ethan, aber auch aus Schwefelwasser- und Stickstoff, Kohlenstoffdioxid (CO2) sowie Wasserdampf bestehen.
Erdgas ist übrigens ungiftig, brennbar, farb- und geruchlos. Und der typische Gasgeruch, der an faule Eier erinnert? Der wird absichtlich beigemischt, damit wir eventuell austretendes Gas bemerken. Denn auch wenn Erdgas an sich ungiftig ist: Zu viel davon einatmen sollten wir nicht – geschweige denn es versehentlich anzünden.
Aber genug mit dem Chemieunterricht.
Gas geht auch besser: Biomethan
Zwar setzt die Verbrennung von Erdgas im Vergleich zu Kohle weniger CO2 frei – klimafreundlich ist Erdgas trotzdem nicht. Und zwar nicht nur aufgrund der Emissionen, die bei der Verbrennung freigesetzt werden. Denn Erdgas ist zudem im Vergleich zu Öl oder Kohle relativ flüchtig, weshalb bei der Förderung oftmals große Mengen ungenutzt in die Atmosphäre entweichen.
Aber es gibt eine Alternative: Biogas ist in der Gesamtbilanz deutlich emissionsärmer als Erdgas, wie auch aktuelle Emissionsbilanzen des Umweltbundesamtes zeigen, und stärkt zudem die regionale Wertschöpfung sowie die Landwirtschaft vor Ort. Es unterscheidet sich in seiner Zusammensetzung von Erdgas, jedoch ist auch hier Methan Hauptbestandteil und Brennstoff, das bei der Verbrennung wiederum zusätzliches CO2 freisetzt. Doch weil gleichzeitig die Reststoffe sowie die nachwachsenden Rohstoffe (wie Nutzpflanzen), die für die Gewinnung von Biogas zum Einsatz kommen, CO2 aus der Atmosphäre binden, handelt sich um einen natürlichen Kreislauf – quasi ein CO2-Nullsummenspiel.
Gasversorgung für zu Hause: naturstrom ökogas
Zusätzlich zu unserem Ökostrom-Tarif naturstrom bieten wir unter dem Namen naturstrom ökogas einen Tarif mit zehnprozentigem Biomethananteil an. Genau wie unseren Ökostrom beziehen wir auch den Biomethananteil unserer Tarife direkt von Erzeugungsanlagen in Deutschland. Für jede verbrauchte Kilowattstunde naturstrom ökogas fließen 0,2 Cent in Energie-Wendeprojekte. Dies lassen wir bereits seit Januar 2014 jährlich durch das Label „Grünes Gas“ zertifizieren. Vergeben wird das Label vom Grüner Strom Label e. V., zu dessen Trägern u. a. die großen Umweltverbände BUND und NABU gehören. Damit ist es das einzige Biogaslabel, das von namhaften Umwelt- und Verbraucherverbänden getragen und empfohlen wird.
Dieser Beitrag wurde im September 2026 redaktionell aktualisiert, um den Bestimmungen der UWG-Novelle (Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb) zu entsprechen, mit der die EmpCo-Richtlinie (EU) 2024/825 in deutsches Recht umgesetzt wurde.
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2 Kommentare
Nicht zu vergessen, dass man mit Biogas auch problemlos, sauber und günstig Auto fahren kann. Wir fahren zwei solcher CNG-Fahrzeuge mit 100% abfallstämmigem Bio-Methan, die ab Werk dafür ausgelegt sind. SEAT verlangt seit über einem Jahr auch keinen Aufpreis mehr für CNG-Fahrzeuge.
Unsere Erfahrungen mit CNG sind seit über 5 Jahren duchweg positiv und schön ist auch, dass im Gegensatz zur E-Mobilität keine Reichweitenangst mitfährt. CNG kann eine gute nahezu klimaneutrale, saubere und günstige Alternative für alle sein, die ein Fahrprofil haben, das für die E-Mobilität nicht so gut passt und / oder zuhause keine Möglichkeiten zum Laden haben.